Das Programm für den Landkreis Ansbach – Gemeinsam Heimat schaffen

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1. Den Zusammenhalt stärken für einen Landkreis mit Zukunft

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Beste Zukunftsaussichten unseres Landkreises im Herzen Europas Unser Landkreis Ansbach hat weiterhin beste Zukunftsaussichten. Mit dem Fleiß und der Kreativität unserer Bürger ist es gelungen, unseren Landkreis zu einer fortschrittlichen Region im Herzen Europas zu entwickeln. Auf diesen Einsatz wollen wir weiter bauen.

Unterstützung für Kinder und Familie – Bündnis für Familie Eltern und Familien wollen wir stärken, damit sie die immer schwieriger werdenden Erziehungsaufgaben erfüllen können. Wir wollen, dass der Landkreis weiterhin die vielfältigen Hilfen und Angebote für Prävention leisten kann, um künftige Probleme zu vermeiden. Unsere Jugendhilfe lenken wir zunehmend auf den Gesichtspunkt Vorbeugung hin. Mit dem im Beisein der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gegründeten „Bündnis für Familie“ soll ein Netz aller gesellschaftlichen Gruppen geschaffen werden, das konkrete Verbesserungen für unsere Familien bringt.

Junge Menschen an uns binden – Einrichtungen fördern Unsere Kinder und Jugendlichen sind unser wertvollstes Gut. Wir wollen, dass sie von Kindheit an ihre berufliche und private Zukunft in unserem Landkreis planen. Unsere Kindergärten, Schulen, Vereine und andere Einrichtungen, wie z.B. der Kreisjugendring oder diejenigen der Kirchen, leisten hierfür beste Arbeit. Wir werden diese Arbeit weiterhin unterstützen.

Angebote und Hilfen für unsere älter werdenden Menschen – Seniorenpolitisches Gesamtkonzept  Der sogenannte demographische Wandel macht auch vor unserem Landkreis nicht Halt. Unsere Menschen werden älter, der Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung wird zunehmend größer. Wir wollen das bereits vorhandene Angebot an Einrichtungen, Diensten und Initiativen für ältere Mitbürger im Landkreis Ansbach ausbauen und das Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Seniorenhilfeausschusses weiter entwickeln. Unser Landkreis soll für junge Menschen und für Senioren in gleicher Weise attraktiv sein, aktive Senioren müssen in das gesellschaftliche Leben eingebunden werden. Unser Anliegen ist es daher, Hilfen für ältere Menschen weiter zu fördern und seniorengerechte Gestaltungen im öffentlichen Raum sowie im Wohnungsbau zu fordern. Sehr wichtig sind uns wohnortnahe ambulante und stationäre Hilfen für die Senioren und deren Betreuung, damit der Lebensabend in vertrauter Umgebung verbracht werden kann. Der Landkreis soll auch weiterhin Träger der beiden Altenheime in Wassertrüdingen und Feuchtwangen sein.

Engagement fördern – Einsatz für andere würdigen  Wir wollen die Identität, das klare Bekenntnis unserer Menschen zu unserer Heimat weiter stärken. Unser vielfältiges Vereinsleben, öffentliche Veranstaltungen und ein breites Freizeitangebot bringen die Menschen einander näher und schaffen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Förderung der Vereine, insbesondere die wertvolle und vorbildlich geleistete Jugendarbeit, sind uns weiterhin ein großes Anliegen. Die aktive Bürgergesellschaft mit einer hohen Wertschätzung des Ehrenamtes und des Einsatzes für andere ist unser Ziel.

Ehrenamtskarte als Ansporn  Im Landkreis Ansbach wurde im Jahre 2013 die bayerische Ehrenamtskarte eingeführt, mit der gesellschaftliches Engagement gewürdigt wird und die den Inhabern Vergünstigungen bei vielen Einrichtungen bietet.  Mit der Ehrenamtskarte wird ehrenamtliches Engagement, das in großartiger Weise zu der Lebensqualität in unserem Landkreis beiträgt, gezielt unterstützt. Es ist als Ausdruck unserer hohen Wertschätzung des Ehrenamtes unser Anliegen, noch mehr Unternehmen und Einrichtungen zur Akzeptanz der Ehrenamtskarte zu bewegen.

Mutig nach vorne schauen – Fortschritt und Tradition verbinden “Neues wagen und alte Wege verlassen” hierfür wünschen wir unseren Bürgern den Mut und die Kraft. Die Tradition und das bisher Erreichte sind die Grundlage für Neues und stehen dem nicht entgegen. Die Vielfalt der Kultur und die wunderschöne Natur und Landschaft prägen unseren Landkreis und seine Menschen. Wir können dies alles nur erhalten, wenn wir uns weiter entwickeln und die Menschen an unsere Region binden. Wir wollen offen und attraktiv für Neubürger, auch aus anderen Kulturkreisen, sein und gemeinsam mit neuen Ideen die Zukunft gestalten.

2. Auf solidem Fundament weiterbauen

wachsenUnser Landkreis Ansbach ist mit 1.972 qkm der flächengrößte Landkreis Bayerns. Mit seinen ca. 178.000 Einwohnern belegt unser Landkreis den siebten Platz bei den bevölkerungsreichsten Landkreisen Bayerns. Die Arbeitslosenquote liegt mit 2,9 % sehr niedrig, die absolute Zahl an Arbeitsplätzen erfreulich hoch. Zum Landkreis gehören insgesamt 58 Städte, Märkte und Gemeinden. Der Landkreis bietet mit seinen Kommunen beste Rahmenbedingungen für eine auch künftig positive Entwicklung.

Das historische Erbe bewahren und nutzen Unser historisches Erbe ist vielfältig und steht nicht zuletzt mit den Städten und Sehenswürdigkeiten entlang der Romantischen Straße und der Burgenstraße auch außerhalb unserer Region für den Landkreis Ansbach. Wir werden weiterhin die privaten und kirchlichen Maßnahmen zum Erhalt unseres Kulturerbes unterstützen und neue Einrichtungen fördern. Das archäologische Museum Limeseum im Römerpark Ruffenhofen, welches vom Landkreis mit 40.000 EURO jährlich unterstützt wird, hat sich bereits als attraktiver Besuchermagnet erwiesen.

Kulturelle Einrichtungen fördern und einem breiten Kreis von Bürgern nahe bringenDurchaus mit Stolz dürfen wir auf die überörtlich bekannten kulturellen Einrichtungen, wie z.B. den Windsbacher Knabenchor, die Feuchtwanger Kreuzgangspiele, das Landestheater Dinkelsbühl oder das Toppler-Theater in Rothenburg, verweisen. Zu einem großen Teil tragen auch die historischen Spiele und die Heimatfeste zur Identität unseres Landkreises bei. Die Bedeutung der Festspiele in Rothenburg und Dinkelsbühl, aber auch von Festen, wie der Mooswiese in Feuchtwangen, kann gar nicht hoch genug geschätzt werden.

Der Schutz der Umwelt ist unser Auftrag – Energiewende als Chance Der Landkreis Ansbach nimmt bundesweit eine Spitzenposition bei der Erzeugung Erneuerbarer Energien ein. Die Herausforderungen der Energiewende bieten für unseren Raum beste Chancen für eine Wertschöpfung mit der Energieerzeugung. Die ausgewogene Nutzung aller natürlichen Ressourcen und die gesellschaftliche Akzeptanz aller Einrichtungen sind unser Ziel. Bereits heute arbeiten im Kompetenzteam Triesdorf und bei den Betreibern örtlicher Anlagen viele Menschen an der Zukunftsfähigkeit der Technologien zur Energieerzeugung.

Klimaschutzkonzept für die Schulen wird umgesetzt Der Landkreis wird weiterhin bei den Baumaßnahmen auf höchste Energieeffizienz zum Klimaschutz setzen. Bereits für zehn Schulen des Landkreises hat die EBA-GmbH Triesdorf im Auftrag des Landkreises Ansbach mit Förderung des Bundesministeriums für Umwelt und Reaktorsicherheit ein Gutachten auf Grundlage einer energetischen Untersuchung erstellt. Wir wollen das erarbeitete Klimaschutzkonzept konsequent umsetzen.

Land- und Forstwirtschaft erzeugen beste Nahrungsmittel und pflegen unsere Kulturlandschaft Die Land-, Forst- und Teichwirtschaft ist als Wirtschaftszweig Produzent gesunder Lebensmittel, Energielieferant und Pfleger unserer Kulturlandschaft prägend für unseren ländlichen Raum. Wir wollen Lebensmittelerzeugung, Energieproduktion und die Freude an Erholung in einer gepflegten Kulturlandschaft nicht in Widerspruch oder Konkurrenz zueinander sehen. Alle Aufgaben der Land- und Forstwirtschaft sind für uns gleichermaßen von Bedeutung. Hilfestellungen bei der vor allem auch regionalen Vermarktung der Erzeugnisse halten wir für wichtig.

Abfallwirtschaft im Sinne der Bürger und der Umwelt Unsere Bürger haben in den letzten Jahren erheblich zur Reduzierung der Abfallmengen beigetragen. Diesem aktiven Umweltschutz trägt unsere moderne Abfallwirtschaft Rechnung. Mit im bayerischen Vergleich sehr niedrigen Gebühren gewährleisten wir in allen Bereichen eine sachgerechte Entsorgung. Beim Restmüll gibt es ein Anreizssystem zur Müllvermeidung. Wertstoffe und Problemmüll können in allen Kommunen bei den Wertstoffhöfen abgegeben werden; Papiertonne, gelber Sack und die Biotonne vervollständigen die Entsorgung.

Unsere Feuerwehren und Rettungsdienste als Garant für die Sicherheit unserer Menschen Mehr als 10.600 ehrenamtliche Feuerwehrmänner und -frauen sowie viele freiwillige Helfer der Rettungsdienste, vor allem des Roten Kreuzes, zeigen ein großartiges Engagement für die Sicherheit unserer Bürger. Wir setzen uns nachhaltig für die Belange der Wehren und der Dienste ein. Insbesondere der Ausbildung, aber auch der apparativen Ausstattung, kommen hier eine große Bedeutung zu. Kleine Ortsfeuerwehren sollen erhalten bleiben. Seit Ende 2011 ist in Ansbach die Integrierte Leitstelle in Betrieb, die die Notrufe für die Feuerwehr, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz entgegennimmt und die entsprechenden Einsatzkräfte koordiniert (Notrufe europaweit über die Telefonnummer 112 (ohne Vorwahl) aus dem Festnetz und den Mobilnetzen). Die derzeitige Umstellung auf Digitalfunk zur internen Kommunikation der Wehren und der Dienste soll seitens des Landkreises weiterhin unterstützt werden.

Rettung im Notfall über die Straße und aus der Luft  Bereits heute leisten unsere Rettungsdienste Hervorragendes, liegen doch die benötigten Zeiten bis zum Eintreffen an der Unfallstelle trotz der Größe unseres Landkreises oft sehr viel niedriger als in den großen Städten. Die Leistungsfähigkeit der bodengebundenen Rettung werden wir nachhaltig fördern. Zur Sicherstellung der Luftrettung im westlichen Teil unseres Landkreises hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, vor allem nach jahrelangem Drängen der CSU-Kreistagsfraktion, entschieden, dass in Sinbronn bei Dinkelsbühl ein weiterer Rettungshubschrauber für Westmittelfranken stationiert werden soll. Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck für eine zügige Stationierung einsetzen.

Investieren für eine wohnortnahe medizinische Versorgung  Die Kliniken des Landkreises in Dinkelsbühl, Feuchtwangen und Rothenburg sowie das bislang mit der Stadt Ansbach betriebene Klinikum in Ansbach wurden im Jahre 2013 zu dem einheitlichen Kommunalunternehmen “ANregiomed” verschmolzen. Eine gemeinsame Steuerung der strategischen Ausrichtung und aller Aktivitäten der Häuser soll nunmehr die Wettbewerbsfähigkeit des Verbundes sicherstellen. Die Rahmenbedingungen von Krankenhäusern im ländlichen Raum bleiben jedoch schwierig. Dennoch bekennen wir uns nachhaltig zu einer kommunalen Trägerschaft der Häuser und sind daher zu sehr hohen Investitionen zur Sicherstellung derer Zukunftsfähigkeit bereit. Unser Blick liegt hierbei vor allem auch auf einer hohen Vernetzung der Häuser untereinander sowie mit den örtlichen Arztpraxen und Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge. Nur gemeinsam und unter Ausnutzung aller Möglichkeiten zur Behandlung unserer Menschen innerhalb dieses Systems werden wir erfolgreich sein können. Auf kommunaler Ebene befürworten wir alle Anstrengungen, Ärzte für eine dauerhafte Niederlassung zu gewinnen.

Die Verwaltung im Dienste der Bürger  Bereits heute präsentiert sich das Landratsamt als moderner Dienstleistungsbetrieb mit einer zentralen Anlaufstelle und weiteren Servicestellen, die zeitgemäße und effiziente Leistungen für die Bürger erbringen. Künftig kommt dem Einsatz neuer Medien und der Bereitstellung von Dienstleistungen über das Internet eine noch größere Bedeutung zu. Entsprechende Dienste (z.B. Wunschkennzeichen, Formulare zum Herunterladen) werden bereits heute gerne genutzt. Trotz aller Technik legen wir jedoch auch weiterhin einen hohen Wert auf die persönliche Betreuung durch Mitarbeiter des Landratsamtes.

3. Freude an der Arbeit – mit Augenmaß investieren

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Der Fleiß unserer Bürger macht den Unterschied Die Menschen in unserem Landkreis haben durch harte Arbeit viel erreicht. Unsere Wirtschaft ist zu einem großen Teil von inhabergeführten Familienunternehmen geprägt. Deren klares Bekenntnis zu unserer Heimat sowie vorausschauendes und nachhaltiges Handeln wissen wir sehr zu schätzen. Für eine auch weiterhin gute Verbindung zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen werden wir uns einsetzen.

Wirtschaftspolitik ist “Chefsache” Unser Landrat Dr. Jürgen Ludwig setzt sich, unterstützt von der Wirtschaftsförderung des Landkreises, konsequent für die Belange der heimischen Wirtschaft ein. Die in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr positive wirtschaftliche Entwicklung soll weiterhin gefördert werden. Schwerpunkte wollen wir bei den Schulen und bei der Verkehrsinfrastruktur setzen. Entscheidungen für eine zügige Umsetzung von Investitionsvorhaben sowie Dienstleistungen für unsere Unternehmen stehen auf Dauer im Vordergrund.

Finanzkraft des Landkreises erhalten  Die Steuerkraft des Landkreises ist erfreulich gestiegen. Dennoch steht der Landkreis vor erheblichen finanziellen Herausforderungen, u.a. bei Krankenhäusern, Schulen, öffentlichem Personennahverkehr und bei der Jugendhilfe. Die bereits beschlossenen Investitionen erfordern eine stete Prüfung und gegebenenfalls auch Anpassung der Kreisumlage, der Mittel also, die die Kommunen an den Landkreis zahlen müssen. Wir sind überzeugt, dass zur Erhaltung der Finanzkraft des Landkreises sowohl die Ausgaben kontrolliert als auch zum Teil die Einnahmen des Landkreises geprüft werden müssen.

Schulden begrenzen und zurückzahlen Bereits heute umfasst der Kreishaushalt gemäß des Ansatzes für 2014 ein Volumen von ca. 157 Mio. EURO im Verwaltungs- und von ca. 30 Mio. EURO im Vermögenshaushalt. Der Gesamthaushalt wird im Jahre 2014 daher etwa 187 Mio. EURO betragen, wobei der Schuldenstand bei derzeit etwa 60 Mio. EURO liegt. Wir streben einen konsequenten Schuldenabbau an und wollen bereits ab dem Jahre 2016 ohne Nettoneuverschuldung auskommen. Unser erklärtes Ziel ist es, ab dem Jahre 2018 ausgeglichene Haushalte vorzulegen und die Schulden schrittweise zurückzuzahlen.

Investitionen in Schulbaumaßnahmen haben hohe Priorität  Der Landkreis Ansbach hat im Rahmen seines bayernweit einzigartigen Investitionsprogrammes in die Zukunft unserer Kinder in den vergangenen 12 Jahren über 108 Mio. EURO in die Schulen investiert, weitere 60 Mio. EURO stehen noch an. Unser Ziel ist es, dieses ehrgeizige Investitionsvorhaben entschlossen weiter zu führen und dennoch die Balance zwischen Investitionen und Schuldenabbau zu erreichen.

Gezielt Flächen erschließen – Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen ermöglichen Wir befürworten die gezielte Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten, da Interessenten nur über ein Angebot an Flächen zur Ansiedlung gewonnen werden können. Wichtig ist hierbei, Schwerpunkte der Entwicklung vorzugeben. Den Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit einhergehenden Änderungen der Bevölkerungsverteilung und gewerblichen Aktivitäten wollen wir mit einem klugen Flächenmanagement begegnen.

Ja zu den Gewerbegebieten Interfranken und Dombühl Ein klares Bekenntnis geben wir daher zu den geplanten Gewerbegebieten “Interfranken” am Autobahnknotenpunkt sowie in Dombühl ab. Die Umweltverträglichkeit wird im Rahmen der ohnehin erforderlichen Prüfungen der Vorhaben im Rahmen der Genehmigungsverfahren sichergestellt. Kosten für notwendige Neubauten oder Erneuerungsmaßnahmen von Kreisstraßen werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten und auf Grundlage genauer Vereinbarungen zwischen Landkreis und dem Zweckverband Interfranken, bzw. der Gemeinde Dombühl, leisten.

Unsere Innenstädte und innerörtliche Bereiche lebendig erhalten Der durchaus bestehenden Gefahr einer Verarmung der Innenstädte und innerörtlichen Bereiche wollen wir entgegenwirken. Bauwillige sollen zu Sanierungen im Bestand ermuntert werden, um eine dauerhafte Belebung und Verdichtung der bestehenden Siedlungsbereiche zu erzielen.

Die Menschen fördern – Potenziale nutzen Wir wollen Maßnahmen unterstützen, um die Potenziale der Frauen und die Erfahrungen der älteren Mitbürger für das Erwerbsleben besser zu nutzen. Sehr erfreulich ist die hohe Ausbildungsquote unserer heimischen Wirtschaft. Der Berufseinstieg für junge Menschen soll weiterhin durch frühzeitige Bindungen an die Unternehmen erleichtert werden.

Landkreis betreibt JobCenter zur Vermittlung von Arbeitskräften Der Landkreis Ansbach trägt seit 2012 die alleinige Trägerschaft des JobCenters, welches für Leistungen und Unterstützungen nach SGB II (Hartz IV) zuständig ist. Damit wird die Vermittlung von Landkreisbürgern, die Leistung nach Hartz IV empfangen, noch effizienter erreicht.  Wesentlich ist es, dass ein Mitarbeiter für eine bestimmte Region zuständig ist und somit im Interesse der Arbeitssuchenden und der Unternehmen noch bessere Ergebnisse erzielt werden.

Auf Stärken besinnen – Energiewende, Handwerk, Logistik, KunststoffverarbeitungUnsere starke Stellung bei der Erzeugung erneuerbarer Energien soll weiter ausgebaut werden, diese Zukunftschance wollen wir nutzen. Sehr vielversprechend ist zudem der Ansatz der Wirtschaftsförderung, die Gewerbebereiche, bei denen wir bereits heute gut aufgestellt sind, weiter zu stärken und Investitionen der Betriebe aus Handwerk, Logistik und Kunststoffverarbeitung zu begleiten.

4. Die Menschen verbinden – für Verkehr, Zusammenarbeit und Tourismus

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Verkehrsader Autobahn A6 weiter sechsspurig ausbauen Der Verkehr auf der Bundesautobahn A6 hat in den letzten zwei Jahrzehnten stark zugenommen. Auf Kreisgebiet kommt es immer wieder zu schweren Unfällen und Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses. Wir unterstützen einen zügigen sechsspurigen Ausbau der A6.

Hesselbergregion soll langfristig besseren Anschluss an die A9 nach München bekommen Bereits seit längerem unterstützen wir Planungen von Verkehrsmaßnahmen, die die Hesselbergregion an die Bundesautobahn A9 bei Greding anschließen soll. Insbesondere gilt es, bestehende Straßen besser auszubauen und Ortsumgehungen zu bauen.

Bahnverbindung Dinkelsbühl – Dombühl soll reaktiviert werden Der Freistaat Bayern hat erfreulicherweise angekündigt, Schritte für eine Reaktivierung der Bahnverbindung von Dinkelsbühl nach Dombühl einzuleiten. Das errechnete Fahrgastaufkommen ist so hoch, dass das Potenzial einer solchen Verbindung langfristig als ausreichend angesehen wird. Darüber hinaus treten wir dafür ein, dass vom Freistaat Bayern unsere Region durch eine konsequente Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Schiene von Ansbach über Dombühl nach Nördlingen und von Gunzenhausen über Wassertrüdingen nach Nördlingen strukturpolitisch vorangebracht wird.

Bahnanschlüsse für Wassertrüdingen und Wilburgstetten unterstützenWassertrüdingen und Wilburgstetten drängen mit Berechtigung auf eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs. Wir fordern, dass die Anliegen und die Zahlen noch einmal sorgfältig geprüft werden. Vor allem im Hinblick auf die für 2019 in Wassertrüdingen geplante Landesgartenschau, die dortigen Schulen und die florierenden Gewerbebetriebe in beiden Kommunen scheint eine Reaktivierung der Linien vielversprechend zu sein.

Unsere Kreisstraßen fit halten – Deckenbauprogramm Mit nahezu 600 km Kreisstraßen unterhält der Landkreis Ansbach das größte Kreisstraßennetz in Bayern. Es ist weiterhin unser großes Anliegen, in dieses Netz zu investieren und das Programm zur Erneuerung der Straßendecken mit mindestens dem bisherigen Umfang von 1 Mio. EURO jährlich fortzuführen.

Hohe Investitionen in den Ausbau von Kreisstraßen nötig Wir setzen uns für weiterhin hohe Investitionen bei Um- und Neubau von Kreisstraßen ein. Im Jahre 2014 sollen unter anderem Maßnahmen bei Oberkönigshofen, Leutershausen-Sachsen, Jochsberg, Flachslanden, Sickersorf und Kleinhaslach umgesetzt werden.

Schnelle Internetverbindungen für alle Leistungsfähige Breitbandanschlüsse müssen im gesamten Gebiet des Landkreises den Bürgern und Betrieben zur Verfügung stehen. Wir unterstützen alle Bemühungen der Kommunen und der Netzbetreiber, die teils bestehenden Versorgungslücken zügig zu schließen. Hoffnungen setzen wir hier vor allem auch auf eine flächendeckende Versorgung mit dem Mobilfunkstandard der vierten Generation LTE, der höchste Übertragungsgeschwindigkeiten ermöglicht. Bürokratischen Hemmnissen sagen wir den Kampf an.

S-Bahn – gute Perspektiven für weitere Entwicklung  Die S-Bahn-Verbindung von Ansbach nach Nürnberg wird bereits sehr gut angenommen. Wir werden uns weiterhin energisch für eine stündliche Anbindung bis Dombühl – noch vor dem zwischenzeitlich von der Bahn genannten Termin 2017 – und für leistungsfähige Zubringerdienste einsetzen. Langfristig werden die Bürger,  Unternehmen und Kommunen mit Anbindung an die S-Bahn in besonderer Weise profitieren.

Den öffentlichen Personennahverkehr an die Belange der Bürger anpassen Dem öffentlichen Personennahverkehr messen wir eine hohe Bedeutung bei, da nicht jeder unserer Bürger über ein privates Verkehrsmittel verfügt. Die Angebote im Rahmen des ÖPNV, vor allem die Busverbindungen, müssen jedoch stets überprüft und Verbesserungsmöglichkeiten umgesetzt werden. Der Nahverkehrsplan soll 2014 überarbeitet werden, hierbei sollen vor allem neue Angebote auf der Schiene berücksichtigt werden.

In der Verknüpfung der Verkehrsangebote liegt der Reiz Dem Individualverkehr auf der Straße mit eigenem PKW kommt in unserem Flächenlandkreis sicherlich eine hohe Bedeutung zu. Dennoch wollen wir an einem ausgewogenen Angebot an Verkehrsmöglichkeiten arbeiten. Fuß- und Radwege sind vor Ort ebenso wichtig wie für eine touristische Erschließung. Für einen funktionierenden Verbund setzen wir uns auch für Bus- und Bahnangebote ein.

Regionale Zusammenarbeit – von anderen lernen – gemeinsam erfolgreich sein Unser Landkreis wird in guter Weise eingebettet vom Großraum Nürnberg und den Regionen Würzburg und Stuttgart. Die Nähe zu den Zentren und auch die unmittelbare Nachbarschaft zu der dynamischen Region im württembergischen Hohenlohe bietet hervorragende Chancen für uns. Wir wollen mit Netzwerken und Kooperationen bestmögliche Ergebnisse für unseren Landkreis erzielen und gemeinsam, auch mit der Stadt Ansbach, Projekte, z. B. Infrastrukturmaßnahmen, gestalten.

Kommunale Allianzen haben sich bewährt In den letzten Jahren konnten vor Ort viele Maßnahmen im Rahmen kommunaler Allianzen (z. B. in der Region Hesselberg) bezuschusst und durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit benachbarter Kommunen werden wir weiter positiv begleiten.

Metropolregion Nürnberg – unsere Anliegen entschlossen umsetzen Der Landkreis Ansbach gehört zusammen mit einer Reihe anderer Gebietskörperschaften Nordbayerns der vor einigen Jahren neu geschaffenen Metropolregion Nürnberg an. Anfängliche Befürchtungen, dass die Interessen der ländlichen Räume und damit auch die unseres Landkreises zu kurz kommen könnten, haben sich als völlig unbegründet erwiesen. Dennoch werden wir aber unsere Anliegen vorbringen und insbesondere bei Außendarstellungen der Region oder bei Ansiedlungsdiskussionen energisch unsere Postionen vertreten.

Der Tourismus ist unser Tor zur Welt Unser Landkreis mit seinen historischen Städten und Sehenswürdigkeiten, aber auch seinem breiten Angebot an gastronomischen Betrieben und Freizeitmöglichkeiten ist ein durchaus reizvolles touristisches Ziel. Wir wollen unsere Tourismusregion mit derzeit etwa 1 Mio. Gästeübernachtungen und vielen Tagesgästen weiter stärken. Es gilt, auch überregional für unseren Raum als Tourismusdestination zu werben und die Qualität unserer Betriebe sowie die Angebote für Familien und Erholungssuchende, Kunstliebhaber und Kulturinteressierte weiter auszubauen.

Regionalmanagement für den Landkreis Ansbach einführen Unser großer und vielfältiger Landkreis kann durch die Einführung eines Regionalmanagements noch besser durch neue Konzepte und wichtige Projekte vorangebracht werden. Wir unterstützen daher Landrat Dr. Jürgen Ludwig bei diesem Vorhaben.

5. Ausbildung als strategische Chance – auf die Talente unserer Menschen bauen

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Unsere Schulen bieten Vielfalt und Leistung Der Landkreis Ansbach ist  Träger von nicht weniger als 26 allgemein bildenden weiterführenden, berufsbildenden und fördernden Schulen. Diese Schulen bieten hervorragende Bildungsangebote. Wir wollen Vielfalt, Qualität und Leistungsfähigkeit unserer kreiseigenen Schulen weiter ausbauen.

Der Landkreis als “Bildungsregion in Bayern“ – passgenaue Bildungseinrichtungen Auf Antrag der CSU-Fraktion hat sich der Landkreis der Initiative “Bildungsregion in Bayern” des bayerischen Kultusministeriums angeschlossen. Bei der Auftaktveranstaltung im November 2013 wurde das Konzept vorgestellt. In einer Bildungsregion sollen Schulen, Kommunen, die Einrichtungen der Jugendhilfe und der Arbeitsverwaltung, die Wirtschaft und außerschulische Organisationen zusammenarbeiten. Für junge Menschen in der Region sollen “passgenaue” Bildungsangebot entwickelt werden, die aus der Zusammenarbeit verschiedener Bildungseinrichtungen flexibel geschaffen werden sollen. Angestrebt ist auch, die Übergänge von verschiedenen Schultypen zu organisieren.

Schulbaumaßnahmen fortführen Der Landkreis investiert in seine Schulen bedeutende Beträge. Wir wollen dieses ehrgeizige Investitionsprogramm fortführen, da wir überzeugt sind, dass wir nur mit hervorragenden Schulen und Bildungsangeboten unsere Jugend fit für den Wettbewerb machen können. Schwerpunkte sind neben der Optimierung der Lernbedingungen auch eine energetische Ertüchtigung der Gebäude. Den modernen Entwicklungen hin zu einer flexiblen Erwerbssituation der Eltern tragen wir durch das konsequente Angebot von Mittags- und Ganztagesbetreuung Rechnung.

Unsere Hochschulen sind Motoren der Innovation Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Ansbach und Triesdorf sowie die Augustana-Hochschule in Neuendettelsau liefern nicht nur bedeutende Innovationen, sie binden junge talentierte Menschen an unseren Landkreis. Besonders wertvoll für unsere weitere Entwicklung ist die Vernetzung und Zusammenarbeit mit unseren Gewerbebetrieben. Langfristig erhoffen wir uns eine hohe Zahl an Unternehmensneugründungen, die von den Hochschulen ausgehen.

Berufliche Bildung genießt höchste Wertschätzung Die berufliche Bildung junger Menschen im Dualen System, also in den Unternehmen und an den berufsbildenden Schulen, ist für unsere Region außerordentlich wichtig. Eine qualifizierte Ausbildung hat sich stets als krisenfest erwiesen. Wir legen ein klares Bekenntnis für unsere Berufsschulen ab und wollen deren Leistungsfähigkeit auch künftig sicherstellen. Wichtig sind auch Angebote zur Fortbildung, wenn man im Berufsleben steht. Wir befürworten entsprechende Angebote der Schulen und Verbände. Es wäre wünschenswert, wenn wir weitere Einrichtungen in der Qualität der Bauakademie in Feuchtwangen oder des CEPTM-Instituts der Hochschule Ansbach in Herrieden für eine Ansiedlung im Landkreis gewinnen könnten.

Die Volkshochschule als wertvoller Pfeiler der Erwachsenenbildung Die Volkshochschule des Landkreises bietet eine Vielzahl von Bildungsangeboten, die strukturiert viele Bereiche des Lebens und der Interessenslagen unserer Bevölkerung abdecken. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen gewährleistet ein flächendeckendes Angebot, das gerne in Anspruch genommen wird.

Aktive Bürgergesellschaft für einen konstruktiven Dialog Unser Landkreis braucht engagierte und kompetente Bürgerinnen und Bürger. Die aktive Bürgergesellschaft ist daher kein Schlagwort, welches derzeit in aller Munde sein mag. Wir wünschen uns Bürger, die mitreden und gestalten wollen. Daher stehen wir auch kritischen Anregungen offen gegenüber. Nur im Dialog und gegebenenfalls auch über Abstimmungen wird es uns gelingen, politische Entscheidungen und Verwaltungsmaßnahmen, die auf Dauer Akzeptanz finden, zu erreichen.

Jan Peter Helmer, Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Ansbach-Land, Windsbach

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